Wandern in Erinnerung an Frans van der Lugt

Bevor ich vor ein paar Monaten das erste Mal wandern war, war ich bereits für 6 Monate in Deutschland. In diesen Monaten habe ich mich sehr bemüht Anschluss zu finden und mich zu integrieren, aber ich habe keine Freunde gefunden. Dann hat sich mein Leben um 180 Grad gewendet, ich habe viele großartige Menschen durch das Wandern getroffen und einer von ihnen ist heute mein bester Freund.

 

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Ich kannte Abouna Frans nicht persönlich, aber in Syrien habe ich bereits viel von ihm und von Leuten, die über ihn sprachen und mit ihm gewandert sind, gehört. Ich wusste von seiner großartigen Mission und wie schwierig es ist diese umzusetzen. Das gemeinsame Wandern nun hier in Deutschland war eine unvergessliche Zeit in meinem Leben. Ich erinnere mich noch wie ich nach der Arbeit und nach einer Nachtschicht, die um 7 Uhr morgens endete, direkt zum Wandern gegangen bin, ohne geschlafen zu haben.

 

Zweitägige Wanderung im Gedenken für P. Frans van der Lugt SJ am 8. April 2016 ab der Canisius - Kirche in Berlin (hier bei einer Zwischenstation am Wannsee), von ca. 150 Menschen. (Vor allem aus Syrien, aber auch aus Frankreich, England, Italien und Deutschland). P. van Lugt wurde am 10. April 1938 in den Niederlanden geboren und am 7. April 2014 in Holms, Syrien ermordet. Fotografien aufgenommen am 8.4.2016 von Christian Ender

Zweitägige Wanderung im Gedenken für P. Frans van der Lugt SJ am 8. April 2016 ab der Canisius – Kirche in Berlin (hier bei einer Zwischenstation am Wannsee), von ca. 150 Menschen. (Vor allem aus Syrien, aber auch aus Frankreich, England, Italien und Deutschland).
P. van Lugt wurde am 10. April 1938 in den Niederlanden geboren und am 7. April 2014 in Holms, Syrien ermordet.
Fotografien aufgenommen am 8.4.2016 von Christian Ender

 

Ich war 48 Stunden ohne Schlaf auf den Beinen, aber die Freude und das geteilte Glück mit den anderen haben mich getragen. Ich finde es gibt nichts schöneres als dies mit Menschen zu teilen, selbst wenn man diese nicht kennt oder wenn sie eine andere Religion haben, eine andere Kultur, eine andere Nationalität. Das macht doch das Ganze viel aufregender und schöner, wenn alle den gleichen Weg, die gleichen Hindernisse vor sich haben und diesen Weg mit einem gemeinsamen Lächeln und Geist gehen.

– Magui

Pater Frans van der Lugt SJ hat in Homs gelebt und war bekannt als Mensch des Friedens und der interreligiösen Verständigung. Berühmt waren die tagelangen Wanderungen mit ihm in der Umgebung von Homs, zu denen sich ganz unterschiedliche Menschen zusammenfanden. Vor zwei Jahren wurde er in Homs erschossen. Auf Initiative von Syrerinnen und Syrern sind  an seinem zweiten Todestag viele, die Abuna Frans persönlich kannten, in Berlin zusammengekommen, um seiner zu gedenken, gemeinsam um Frieden für Syrien und die Welt zu beten und nach seinem Vorbild zwei Tage miteinander von Berlin nach Potsdam zu wandern.

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